Weekly Shōnen Jump

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Weekly Shōnen Jump
Titel:

Weekly Shōnen Jump

Titel in Kanji:

週刊少年ジャンプ

Allgemein
Verlag:

Shueisha

Erstausgabe:

1968

Erscheinungsweise:

1968 (alle zwei Wochen)
seit 1969 (wöchentlich)

Auflage:

über 2.93 Mio Exemplare

Preis:

240 Yen (regulär)
250 Yen (Double Issue)

Verlags-Information
Chefredakteur:

Hisashi Sasaki

Offizielle Homepage:

jump.shueisha.co.jp

Die Weekly Shōnen Jump (jap. 週刊少年ジャンプ shūkan shōnen janpu), auch bekannt unter den Titeln Weekly Jump und Shounen Jump, ist ein auf wöchentlicher Basis erscheinendes Manga-Magazin aus dem Hause Shueisha.
Das Magazin richtet sich primär an junge, männliche Leser (jap. 少年, shōnen, Junge/Jugendlicher), seit 1997 gehört auch One Piece zum Serienangebot.

Inhaltsverzeichnis

Zum Magazin

In den frühen 60ern begannen große Manga-Verlage damit, eine Großzahl Manga-Kapitel auf wöchentlicher Basis in Sammelmagazinen zu veröffentlichen. Dieses Konzept sollte sich als äußerst erfolgreich erweisen, so konnten pro Woche mehrere 100.000 Exemplare vertrieben werden. Im Jahre 1968 sollte Shueisha ihren Ableger ins Rennen schicken, die Shounen Jump, ein Magazin, das im Abstand von je zwei Wochen erschien und mit den Zeitschriften der Häuser Kodansha und Shogakukan um die Gunst der Leser buhlen sollte. Das Erfolgsrezept der Shounen Jump war die Nähe zur Leserschaft, welche man stets zu wahren versucht war, dies geschah in Form von (Meinungs-)Umfragen und Abstimmungen. Was den Lesern gefiel, wurde gefördert und ausgebaut, was nicht ankam wurde gestrichen und musste Platz machen. Eine knallharte Philosophie, doch sollte sich diese Herangehensweise schon bald bezahlt machen. Es dauerte keine drei Jahre und die Verkaufszahlen des Magazins überschritten die Millionengrenze. Seit 1969 erschien die Zeitschrift nun auch wöchentlich unter neuem (altbekannten) Namen: Weekly Shōnen Jump.
Die größten Erfolge konnte das Magazin in den Jahren 1985-1995 verbuchen, dies wird in Kennerkreisen auch als "Blütezeit" oder "Glanzperiode" der Jump bezeichnet. Serien wie Hokuto no Ken von Hara und Buronson, JoJo's Bizarre Adventure von Hirohiko Araki, der Hit-Sportmanga Slam Dunk von Takehiko Inoue und allen voran natürlich das weltberühmte Dragon Ball von Akira Toriyama hatten daran besonders großen Anteil. In diesen Jahren stiegen die Verkaufszahlen von knapp 4 Millionen auf bis heute seit je her unerreichte 6,53 Millionen verkaufte Exemplaren, pro Woche wohlgemerkt!
1995 stellt in diesem Zusammenhang auch einen Wendepunkt dar, seit 1968 war das Magazin quasi kontinuierlich gewachsen, die Verkaufszahlen konnten Jahr für Jahr gesteigert werden, doch mit dem Ende vieler Kassenschlager und Klassiker gingen die Verkaufszahlen rapide zurück (von über 6 Mio. Exemplaren pro Woche auf knappe 3 Mio.).
Doch sollte es eine Art Generationenwechsel im Magazin geben und schon bald wurden neue Zugpferde des Magazins geboren, die heutigen Erfolgsstützen sind zweifelsohne Bleach von Kubo Taito, Naruto von Masashi Kishimoto und natürlich One Piece von Eiichiro Oda.
Nichtsdestotrotz ist die Weekly Shōnen Jump auch heute noch das erfolgreichste Manga-Magazin, das auf wöchentlicher Basis erscheint. Die Verkaufszahlen haben sich bei über 2,93 Mio. verkauften Exemplaren pro Woche eingependelt, über eine Million die man dem vermeintlich härtesten Konkurrenten, dem Weekly Shōnen Magazine von Kodansha, voraus hat.

Nachwuchsforderung/Die Wettbewerbe

Die Weekly Shōnen Jump würde heute allerdings gewiss nicht dort stehen, wo sie es tut, wäre man nicht seit Anbeginn darum bemüht, den Nachwuchs zu fördern und neue Talente zu entdecken.
In den frühen Tagen des Magazins hatte das ganz logisch-pragmatischen Hintergrund, denn wie bereits erwähnt, hatten Shogakukan und Kodansha ihre Ableger schon einige Jahre vor Shueisha auf den Markt gebracht, deswegen war ein Großteil der professionellen Zeichner zu diesem Zeitpunkt schon bei den anderen beiden Magazinen unter Vertrag. Jump musste also überlegen, wie sie Zeichner für ihr Magazin finden konnten. Aus diesem Grund wurden in den 70er Jahren zwei bedeutende Wettbewerbe für Mangaka ins Leben gerufen, zum einen der Tezuka-Preis – benannt nach dem Manga no Kami-sama (dt. Manga-Gott), dem großartigen Osamu Tezuka – sowie der Akatsuka-Preis.
Seitdem werden die beiden hoch renommierten Preise zweimal pro Jahr in Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern Shueisha verliehen.

  • Tezuka-Preis
  • Akatsuka-Preis


Doch sind dies nicht die einzigen Preise, die vom Magazin verliehen werden. Das Konzept "Nachwuchsförderung" erwies sich als großer Erfolg und auch heute hält man noch daran fest. Jump gilt als eine der größten Talentschmieden für neue Zeichner und ein Großteil der erfolgreichsten Mangaka der letzten Jahrzente sind Eigengewächse des Magazins. Deswegen wurden über die Jahre hinweg immer wieder neue Wettbewerbe ins Leben gerufen und Konzepte geschaffen, die darauf abzielen, junge Talente zu fördern. Weitere erwähnenswerte Wettbewerbe sind die folgenden:

  • Jump Treasure-Newcomer Award
  • Garikyon Fire / Sutokin Fire

Die Serien

Wie zu Beginn bereits angeführt, versucht das Magazin vor allem junge, männliche Leser anzusprechen. Diese machen die Hauptzielgruppe aus. Aus diesem Grund ist man versucht, in den Serien Themen aufzugreifen und Geschichten zu erzählen, die Jungen und heranreifenden Männern gefallen. Wie ebenfalls weiter oben erwähnt, wurde hierbei auch stets die Nähe zu den Lesern gesucht. Aus diesem Grund hat man 1968 eine Umfrage abgehalten, die nach den Lieblingsthemen der Leser fragte. Die drei meist genannten Antworten waren "Freundschaft" (jap. 友情, yūjō), "Anstrengung(en)"/"Mühe(n)" (jap. 努力, doryoku) und "Triumph"/"Erfolg" (jap. 勝利, shōri). Bis heute sind diese drei Schlagworte der Schlüssel zum Erfolg des Magazins. So verinnerlicht nahezu jede der Serien diese Grundprinzipien zu einem gewissen Grad. (Es ist jedoch keineswegs Grundvoraussetzung, diese Grundgedanken in sein Werk einzubinden, um in Shonen JUMP veröffentlicht zu werden. Allerdings verhält es sich so, dass die erfolgreichsten Titel des Magazins allesamt diese Konzepte verinnerlicht hatten.)
Wie man sieht, hat sich das Grundkonzept hinter den Geschichten in den vergangenen 40 Jahren nicht verändert. Wenn man sich nun davon einmal wegbewegt, so lassen sich doch besonders im Bereich des Genres einige klare Tendenzen und Unterschiede aufweisen:
Ein Großteil der Geschichten in den frühen Jahren des Magazins (späte 60er und 70er) drehte sich um Sport oder alltägliche Themen wie das Erwachsen werden, auch Komödien und Klamauk waren zu dieser Zeit sehr erfolgreich. Hinzu kam in den späten 70er Jahren eine Begeisterung für Technik und Fortschritt, Sci-Fi und Mecha waren auf dem Vormarsch. All dies sollte sich in den 80er Jahren kaum ändern, doch bahnte sich schon hier eine Entwicklung an, die in den 90ern weitergeführt und ausgebaut werden sollte: Helden-Geschichten waren im Kommen. Immer häufiger drehten sich Manga um einen Hauptcharakter, der gegen das Böse der Welt vorgeht und Abenteuer erlebt, zu dem man aufsehen konnte und dem man nacheifern wollte.
Nach dem Ende der goldenen Ära von Jump und dem Generationswechsel lässt sich die Serienpalette nicht mehr so einfach kategorisieren wie noch vor zwanzig und mehr Jahren. Fakt ist, dass es besonders Sport-Manga in heutigen Tagen unglaublich schwer haben. Zwar gab es nach dem Ende von Slam Dunk noch erfolgreiche Sporttitel, doch bilden die wirklich erfolgreichen Serien hier eine klare Ausnahme. Das Konzept des Action- und Abenteuer-Manga der 80er/90er wird fortgeführt und erweist sich in Form der "großen Drei" (den drei Erfolgsstützen: One Piece, Naruto, Bleach) auch weiterhin als erfolgreich.
Wenn eine der Serien nach einer gewissen Schonfrist (in der Regel nach Erscheinen der Verkaufszahlen des ersten Taschenbuchs) nicht gewünschte Erfolge bringt und beim Publikum partout nicht ankommen will, wird diese häufig vorzeitig eingestellt bzw. abgebrochen. Auch das ist Teil der Philosophie des Magazins. Zwar ist man auf der einen Hand darum bemüht, neue Talente zu entdecken, doch ist man andererseits auch darauf bedacht, seine Vorherschaft im Comic-Geschäft beizubehalten und somit haben Umsatz und Erfolg höchste Priorität! Wer für Jump zeichnet, muss die Massen mitreißen, ansonsten ist er bald Geschichte. Die Zahl der im Magazin laufenden Serien beläuft sich in der Regel auf etwas 20 Titel.

Liste aller aktuell im Magazin laufenden Titel
Titel 1. Veröffentlichung Autor/Zeichner
Bakuman (バクマン。) August 2008 Tsugumi Ohba, Takeshi Obata
Beelzebub (べるぜバブ) Februar 2009 Ryūhei Tamura
Bleach (ブリーチ) August 2001 Tite Kubo
Genzon! Kodai seibutsu-shi Packy (現存!古代生物史パッキー) November 2011 Let's
Gintama (銀魂—ぎんたま—) Dezember 2003 Hideaki Sorachi
Hunter × Hunter (ハンター×ハンター) März 1998 Yoshihiro Togashi
Inumaru dashi (いぬまるだしっ) August 2008 Koji Ōishi
Kagami no kuni no Harisugawa (鏡の国の針栖川) Juli 2011 Yasuhiro Kanō
Katekyō Hitman Reborn! (家庭教師ヒットマンREBORN!) Mai 2004 Akira Amano
Kochira Katsushika-ku Kameari Kōen-mae Hashutsujo (こちら葛飾区亀有公園前派出所) September 1976 Osamu Akimoto
Kurogane (クロガネ) September 2011 Haruto Ikezawa
Kuroko no Basuke (黒子のバスケ) Dezember 2008 Fujimaki Tadatoshi
magico (マジコ) Februar 2011 Naoki Iwamoto
Medaka Box (めだかボックス) May 2009 Nisio Isin, Akira Akatsuki
Naruto (ナルト) November 1999 Masashi Kishimoto
Nisekoi (ニセコイ) November 2011 Naoshi Komi
Nurarihyon no Mago (ぬらりひょんの孫) März 2008 Shībashi Hiroshi
One Piece (ワンピース) Juli 1997 Eiichiro Oda
Sket Dance (スケット・ダンス) Juli 2007 Kenta Shinohara
ST&RS (ST&RS -スターズ-) Juni 2011 Ryōsuke Takeuchi, Masaru Miyokawa
Toriko (トリコ) Mai 2008 Mitsutoshi Shimabukuro
Liste der 40 bedeutendsten und wichtigsten Serien der letzten 40 Jahre

Internationale Ableger

Seit Anfang des Jahrzehnts hat Shueisha auch vermehrt den Kontakt zum internationalen Markt (bzw. in diesem Fall hauptsächlich "westlichen Markt") gesucht. Durch den weltweiten "Manga-Boom", der Mitte/Ende der 90er einsetzte und aufgrund dessen Manga nun auch in westlichen Kreisen Anklang fanden, sah man hier einen zusätzlichen Abnehmermarkt.
In drei Ländern Europas (Deutschland, Schweden, Norwegen), sowie den USA entstanden deshalb eigene Ableger in der jeweiligen Landessprache, allesamt jedoch auf monatlicher Erscheinungsbasis. Überdies gibt es auch Adaptionen in ein paar wenigen asiatischen Ländern wie Taiwan (hier gab es bis 2003 zwei Magazine, zum einen 熱門少年TOP Popular Formosa TOP sowie 寶島少年 Formosa Youth. Seit Lizenänderungen im Mai 2003 gibt es nur mehr die letztere Zeitschrift), Honkong (Titel der hiesigen Zeitschrift lautet "Ex-am") und Südkorea (hier veröffentlich das Magazin Comic Champ (kor. 코믹챔프) eine Vielzahl von bekannten Jump Titeln, zusammen mit koreanischen Manwha-Serien).

Deutschland

Cover der BANZAI! #3

Hierzulande erschien von November 2001 bis Dezember 2005 das BANZAI! Mangazin, der Herausgeber war - wie bei quasi allen größeren Serien des Shueisha Verlags - Carlsen Comics. Die Banzai (jap. 万歳, wortwörtlich Zehntausend Jahre im allgemeinen Sprachgebrauch ein Ausruf zu Ehren einer Person, was sich wohl am trefflichsten mit "Ein Hoch auf..." wiedergeben lässt) erschien auf Monatsbasis und hatte eine Auflage von knapp 80.000 Exemplaren, ein Heft kostete zu Beginn 3,00 €, nach einer Reihe von Preiserhöhungen schließlich 5,00 €.
Das Magazin hatte eine Serienpalette von sechs Serien des japanischen Vorbilds und wie auch in der Jump sollten die Serien in Form von Einzelkapiteln erscheinen, ehe sie in Sammelbänden zusammengefasst erneut veröffentlicht wurden.
Neben den japanischen Erfolgsserien wurden auch deutsche Eigenproduktionen veröffentlicht. Darüber hinaus enthielt die Zeitschrift Hintergrundinformationen zu den Serien, deren Autoren und Zeichnern, sowie Artikel um Japan allgemein. Es gab außerdem einen Japanischkurs namens Banzai de Nihongo, einen Zeichenkurs Studio Mangaka, Kurioses aus Japan unter dem Titel Tokyo 109, sowie Zeichnungen und Briefbeiträge von Fans.
In unregelmäßigen Abständen waren auch kleinere Gimmicks wie Sticker, Poster oder CD(-Rom)s anbei (beispielsweise mit Demo-Versionen von Computer-Spielen oder dem "offiziellen" Banzai-Song).
Dezember 2005 wurde das Magazin nach gerade einmal 50 Ausgaben eingestellt, um die Gründe ranken sich bis heute noch Unklarheiten. Im Heft selbst fand sich folgende Begründung:

"Aufgrund von Veränderungen in der Geschäftspolitik sowohl bei Shueisha als auch bei Carlsen Comics ist die Fortführung [...] nicht möglich."

Es wird darüber spekuliert, ob diese Entscheidung durch einen 2005 zustande gekommenen Lizenzvertrag zwischen dem deutschen Verlag Tokyopop und Shueisha beeinflusst wurde, durch den alle weiteren Manga-Serien des Shueisha-Verlags auf deutsch nur noch von Tokyopop veröffentlicht werden dürfen. Zwar kann Carlsen aus diesem Grund seine alten Shueisha-Titel wie One Piece oder Naruto weiterführen, doch keine neuen Serien mehr umsetzen.

Liste der Serienveröffentlichungen der BANZAI!

USA

Cover der #1 der US Jump

Der erfolgreichste internationale Ableger der Weekly Shōnen Jump findet sich in den USA. Hier wird das Magazin Shonen Jump (offizieller Titel SHONEN JUMP) von Viz Media, einem Konzernriesen, der sich um die Vermarktung unzähliger Anime- und Manga-Serien in Nordamerika kümmert, vertrieben. Exemplare des Magazins werden auch nach Kanada geliefert.
US Shonen Jump erscheint seit Januar 2003 und konnte – besonders in den ersten Monaten – die Verkaufserwartungen mit 300.000 verkauften Exemplaren pro Ausgabe bei weitem übertreffen. Zwar gingen die Verkaufszahlen über die Jahre zurück, doch kann das Magazin monatlich immer noch gut 215.000 Exemplare verkaufen, bei einem Preis von 4,99 $ (~3,60 €) pro Ausgabe.
Während die erste Ausgabe mit einer Serienpalette von fünf Titeln an den Start ging, wurde diese bereits in der nächsten Ausgabe auf sieben Serien aufgestockt. Das Magazin enthält außerdem Berichte über Japan, sowie seine Sprache und Kultur, eine Reihe Artikel über Anime- und Manga-Merchandise (wie Videospiele, Sammelkarten und anderweitiges Spielzeug), Interviews mit Mangaka und Autoren, sowie Sektionen, in denen Leser ihre Zeichnungen und Briefe einsenden können. In regelmäßigen Abständen kommen auch kleinere Extras mit dem Magazin ins Haus, wie beispielsweise Trailer zu neuen/kommenden Anime Serien auf DVD, Videospiel-Demos oder kostenlose Sammelkarten.
Die US Version der Shonen Jump sollte auf keinen Fall eine bloße Kopie des japanischen Ablegers sein, sondern sich gezielt nach dem Geschmack der amerikanischen Leser richten. Folglich wurden nur gewisse Titel der Weekly Shōnen Jump übernommen, von denen man sich den größtmöglichen Erfolg erhoffte. Titel wie Dragon Ball, Yu-Gi-Oh! und Naruto sollten sich schon bald als die Zugpferde des Magazins erweisen.

Liste der Serienveröffentlichungen in SHONEN JUMP

Viz Media begann mit der Zeit auch ihre Taschenbücher unter dem neu ins Leben berufenen Imprint "Shonen Jump" zu publizieren. Doch nicht nur Serien aus dem gleichnamigen Magazin, sondern alle von Viz verlegten Manga, die sich dem Shōnen-Genre zuordnen lassen, wurden als solche veröffentlich. Auch DVDs, Graphic Novel und anderweitige Sonder-/Sammelbände wurden so vermarktet.
Zum 5-jährigen Jubiläum wurden außerdem einige der beliebtesten und erfolgreichsten Titel des Shonen Jump-Imprint neu verlegt, in einer so genannten "Collector Edition". Diese sollten ein größeres Format haben, auf qualitativ hochwertigerem Papier gedruckt werden und überdies Farbseiten enthalten. Desweiteren wurde eine Sonderausgabe der US SHONEN JUMP veröffentlicht, die neben Kapiteln der meistverkauften Titel auch diverse Artikel und Interviews der vergangenen 5 Jahre, und eine Vielzahl von Essays enthielt.

Schweden

Im Oktober 2004 begann das Medienunternehmen Bonnier, zu dem auch deutsche Buchverlage wie Carlsen, Piper oder Thienemann gehören, mit der Veröffentlichung eines schwedischen Ablegers der Weekly Shōnen Jump, der neben zwei anderen Schwestermagazinen, der Manga Mania und Shojo Stars, laufen sollte. Die schwedische Shonen Jump, wie das Magazin dortzulande hieß, enthielt Kapitel einiger vermeintlich populärer Titel des japanischen Vorbilds, u.a. Bleach, Naruto, Shaman King und Yu-Gi-Oh!.
Im November 2007 konnten die Lizenzverträge zwischen Bonnier und Shueisha nicht verlängert werden, woraufhin das Magazin nach gerade mal 36 Ausgaben eingestellt werden musste.

Norwegen

In Norwegen kam der Ableger in Landessprache im März 2005 auf den Markt. Die Zeitschrift erschien beim Verlag Schibsted Forlagene und war nichts anderes als eine übersetzte Version der Shonen Jump Schweden, enthielt aus diesem Grund genau die gleichen Serien und veröffentlich ebenfalls Ende 2007, aufgrund der gescheiterten Lizenzverhandlungen von Bonnier und Shueisha, seine finale Ausgabe.
Eine Vielzahl anderer kleiner Projekte wurde unter dem Titel En Bok Frau Shonen Jump veröffentlicht, u.a. das Dragon Ball Ekstra, unter diesem Namen wurden jegliche Werke von Akira Toriyama veröffentlicht oder TV Anime Comic, bei dessen Ablegern es sich um Manga handelt, die den Inhalt von Anime-Verfilmungen wiedergeben.

Die Marke "JUMP"

Über die Jahre sollte sich das Konzept JUMP als großer Erfolg erweisen, so folgte natürlich auch in Japan ein neu ins Leben berufenes Imprint, unter dem zunächst eine Vielzahl von Schwestermagazinen erscheinen sollte, bald darauf aber auch Taschenbücher und Sammelbände, CDs und anderweitige Merchandise-Artikel, die sogar in einem speziellen Jump-Shop erstanden werden können.

Schwestermagazine

Auch wenn die Weekly Shōnen Jump das erfolgreichste Magazin des Hauses ist, welches außerdem noch am längsten veröffentlicht wird, gibt es natürlich noch eine Vielzahl anderer Jump-Ableger, die über die Jahre folgten und ebenfalls mehr oder minder großem Erfolg laufen.
Diese Schwestermagazine tragen alle ebenfalls das Wort "Jump" im Namen und richten sich an männliche Leserschaft, sowohl Kinder und Jugendliche (Shōnen-Magazine), als auch Erwachsene (Seinen-Anthologien).

Liste der Schwesterpublikationen:

  • Jump SQ. (zuvor Monthly Shōnen Jump)
  • Akamaru Jump
  • V Jump
  • Weekly Young Jump
  • Ultra Jump
  • Super Jump / Oh Super Jump
  • HOBBY's JUMP
  • Business Jump / Business Jump: Kon

Jump Comics

JUMP COMICS (jap. ジャンプ・コミックス Janpu Comikkusu) ist ein neu kreiertes Imprint, unter dem die Tankōbon der Manga-Serien aus einer Vielzahl von Jump Sammelmagazinen (Weekly Shōnen Jump, als auch Jump SQ und Monthly Shōnen Jump) erscheinen, sowie eine große Auswahl von Sammel- und Sonderbänden zu eben diesen Titeln. Ein Manga dieser Serie kostet in der Regel gerade mal 410 Yen (umgerechnet gut 2,75 Euro), was im Vergleich zu deutschen Manga-Preisen entschieden billiger ist.
Insgesamt (die Verkaufszahlen aller Titel der JUMP COMICS-Reihe addiert) konnten mehr als 1.000.000.000 Bücher dieser Linie verkauft werden – und das in Japan allein. Im Nachfolgenden findet sich eine Liste aus dem Jahre 2007 mit den Verkaufszahlen der zehn erfolgreichsten Serien, die mithilfe einiger aktueller Zahlen auf aktuellen Stand gebracht wurde.

Top 10 der meistverkauften Serien der JUMP COMICS-Reihe
Titel Anzahl der Bände Verkaufte Exemplare
One Piece 73 (wird fortgesetzt) über 210 Mio.
Dragon Ball 42 (abgeschlossen) 150 - 160 Mio.
Kochira Katsushika-ku Kameari Kōen-mae Hashutsujo 174 (wird fortgesetzt) 150 Mio.
Slam Dunk 31 (abgeschlossen) 120 Mio.
Naruto 58 (wird fortgesetzt) 105 Mio.
JoJo's Bizarre Adventure 100 (wird fortgesetzt) 70 Mio.
Captain Tsubasa 86 (wird fortgesetzt) 70 Mio.
Bleach 53(wird fortgesetzt) 68 Mio.
Hokuto no Ken 27 (abgeschlossen) 60 Mio.
Kinnikuman 36 (abgeschlossen) 50 - 60 Mio.

Jump Festa

Das Jump Festa (jap. ジャンプフェスタ Janpufesuta) ist eine im Jahr 2001 ins Leben berufene, jährlich stattfindende Convention, die vom Shueisha Verlag finanziert wird und sich primär um die Titel der Weekly Shōnen Jump dreht. (Aber auch einiger Titel des Jump SQ-Magazins und der V Jump.)
Auf dieser Veranstaltung werden alljährlich die neuen Produkte und Ableger zu diversen Serien vorgestellt: angefangen von Taschenbüchern und Sammelbänden, über Videospiele und Filmproduktionen, bis hin zu Merchandise-Artikeln wie Sammel- und Actionfiguren. Außerdem gibt es eine Menge Bühnenshows (z.B. in Form von Film-Trailern) und eine Vielzahl bekannter Mangaka sind vor Ort und stehen ihren Fans in Podiumsdiskussionen Rede und Antwort.
Ein weiteres Highlight der Veranstaltung bieten Kurzfilme, die von diversen Animationsteams extra für diese Convention produziert werden, so beispielsweise ein Dragon Ball-One Piece-Cross Over aus dem Jahre 2006, in dem Ruffy und Goku gemeinsam gegen Enel kämpfen.
Hier lernte Eiichiro Oda im Übrigen seine Frau Chiaki Inaba kennen, die während den One Piece-Bühnenshows stets den Charakter der Nami spielt!

Offizielle Homepage des Jump Festa

Jump Shop

Das Maskottchen des JUMP SHOP

Der JUMP SHOP (jap. ジャンプショップ Janpu shoppu) ist der Name eine Reihe von Geschäften des Shueisha Verlags, die in Zusammenarbeit mit dem Yodobashi Umeda Konzern, unzählige Artikel der Manga-Magazine des Hauses führen. Das Sortiment ist breit gefächert und umfasst u.a. eine Vielzahl von Sammelfiguren, Schlüsselanhängern, Postkarten, T-Shirts, Taschen, Tassen, Uhren, sowie Ketten und anderen Schmuck. Doch sind dies längst nicht alle Produkte.
Ein Großteil der Waren wird ausschließlich in diesen Shops verkauft, die sich in vier japanischen Großsstädten finden (Tokyo (zwei Geschäfte), Nagoya, Ōsaka, Fukuoka).
Allerdings gibt es auch ein Pendant zum JUMP SHOP in Form eines Online Versandshops, der Mekke! Shopping Pl@za des Shueisha Verlags. Hier können eine Vielzahl der Artikel auch über das Internet erstanden werden.
Das Maskottchen des JUMP Shop wurde von Akira Toriyama, dem Zeichner von Dragon Ball, gestaltet und stellt einen Superhelden in einem roten Ganzkörperanzug mit Hasenohren dar, auf dessen Brust ein gelbes J prangt.

Offizielle Homepage des JUMP SHOP
Offizielle Homepage der Mekke! Shopping Pl@za


Verschiedenes

  • Wann immer die Jump eine Woche aussetzt, wird in der Vorwoche eine so genannte Double Issue (dt. Doppelausgabe) gedruckt. Entgegen dem weit verbreiteten Irrglauben bedeutet dies nicht, dass diese Ausgaben doppelt so viel Inhalt haben wie eine übliche. Es bezeichnet in diesem Kontext lediglich eine Ausgabe, die für zwei Wochen gilt. Natürlich findet sich in solchen Double Issues auch immer das ein oder andere nette Gimmick, um die Fans zu vertrösten, doch unterscheidet sich ein solches Heft ansonsten kaum von einer regulären Ausgabe – mit der Ausnahme des kleinen Aufpreises von 10 Yen (~7 Cent) natürlich.
  • Jump pausiert ausschließlich vor großen Feiertagen wie: Weihnachten, Neujahr, der Golden Week oder dem Bon-Fest
  • Ebenfalls interessant zu wissen ist, dass das Jahr bei Shōnen Jump das Jahr nicht mit dem 1. Januar beginnt! Die Ausgabe #1 wird in der Regel bereits Ende November/Anfang Dezember verkauft.
  • Im Zuge des 40-jährigen Jubiläums der Jump haben alle Ausgaben des Magazins dieses Jahr Bildserie auf dem Buchrücken, wie es beispielsweise schon die Dragon Ball-Taschenbücher hatten. Die Serie, der diese Ehre zu Teil wurde, ist keine geringere als One Piece! Die Motive sind auf die vier Jahreszeiten (gleichbedeutend mit den vier Verkaufsquartalen) abgestimmt. Die kompletten Bilderreihen können hier eingesehen werden.
  • Obwohl sich die Weekly Shōnen Jump nach Eigenaussage primär an Kinder und Jugendliche im Alter von 9-13 Jahren richtet, wird das Magazin nicht nur von dieser Zielgruppe gelesen. Gerade unter Mittel- und Oberschülern, und sogar unter so manchen Erwachsenen, erfreut sich das Magazin großer Beliebtheit.

Bildergalerie

Weblinks

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